Studien zeigen, dass viele Angehörige älterer Generationen die Anzeichen einer psychischen Erkrankung nicht erkennen können (nur 50,4 % der Babyboomer-Generation beherrschen dies) und lieber glauben, alles ließe sich mit Willenskraft lösen. Junge Menschen hingegen sind in dieser Hinsicht deutlich besser informiert, aber auch wesentlich stärker gestresst.
Sechs von zehn jungen Menschen fühlen sich aufgrund wiederkehrender globaler Krisen (Kriege, Wirtschaftskrisen usw.) überfordert, aber auch wegen der Unsicherheit bezüglich ihrer beruflichen Zukunft, insbesondere der Schwierigkeiten, mit denen viele junge Menschen bei der Jobsuche konfrontiert sind. Dies hat dazu geführt, dass die Sorge um das eigene psychische Wohlbefinden für junge Menschen höchste Priorität hat. Für viele steht die mentale Gesundheit an erster Stelle, sogar vor der Karriere. So geben beispielsweise 58,1 % der jungen Menschen an, dass sie flexible Arbeitszeiten und innere Ruhe einem hohen Gehalt vorziehen, und für 25,6 % ist Wohlbefinden ihr wichtigstes Lebensziel.
Die Wissenschaft erklärt auch, warum junge Menschen Heilung so hoch schätzen. Zusätzlich zu all den schlimmen Dingen, die in der Welt passieren, bringt jeder junge Mensch sein eigenes emotionales Gepäck, seine eigenen Traumata mit sich. Ein Trauma ist nicht einfach nur eine traurige Erinnerung oder eine Situation, in der die Dinge in einem bestimmten Alter nicht so liefen, wie man es sich gewünscht hätte; vielmehr „schreibt“ es die gesamte Biologie des Gehirns um. Studien zeigen, dass ein Kind, das Missbrauch oder Vernachlässigung erlebt (etwa 15 solcher Fälle pro 1000 Kinder), mit einem Gehirn aufwächst, das im „Überlebensmodus“ ist. In diesen Fällen ist die Amygdala (der Teil des Gehirns, der den Angstalarm auslöst) ständig aktiv, und logisches Denken fällt in Stresssituationen schwer. Daten zeigen, dass 80 % der traumatisierten Kinder große Schwierigkeiten haben, gesunde Beziehungen aufzubauen. Deshalb betrachtet die Generation Z Therapie nicht mehr als etwas Exklusives, sondern als biologische Notwendigkeit, um diese Verbindungen im Gehirn zu „reparieren“. Sie wollen die Generation sein, die diesen Kreislauf durchbricht und keine ererbten Traumata weitergibt, obwohl vier von zehn jungen Menschen immer noch befürchten, von der Gesellschaft verurteilt zu werden, wenn sie um Hilfe bitten.
Quellen:
1. Weltwirtschaftsforum
2. UNICEF SUA
3. Oberflächenbehandlung an der Syracuse University
4. Abteilung für Psychiatrie, Medizinische Fakultät der Universität Boston
Dieser Artikel wurde von Emilia Maria Sandu, Studentin, verfasst.
