1. Statistiken zur Aussetzung von Haustieren auf europäischer Ebene Die Europäische Union sieht sich mit Zahlen konfrontiert, die auf einen chronischen Mangel an Verantwortungsbewusstsein unter Haustierbesitzern hinweisen.
  1. Rumänien: Aussetzung als Problem der öffentlichen Verwaltung In Rumänien ist die Situation kritisch, da unser Land trotz Managementbemühungen eine der größten Populationen von streunenden Hunden in Europa aufweist.

Vom „Objekt“ zum empfindungsfähigen Wesen 

Aussetzung ist nicht nur ein Platzproblem in Tierheimen, sondern auch eine Bildungskrise. Auf europäischer Ebene weisen Staaten, die eine „Haustierhaltungslizenz“ oder verpflichtende Kurse vor dem Tierkauf eingeführt haben (wie beispielsweise einige Kantone in der Schweiz oder Bundesländer in Deutschland), deutlich niedrigere Aussetzungsraten auf. In Rumänien lässt sich dieser Teufelskreis nur durch drei Säulen durchbrechen: verpflichtende Kastration, Aufklärung über Empathie gegenüber Tieren in der Schule und harte Strafen für diejenigen, die Leben als Wegwerfartikel behandeln. Solange Tiere nicht rechtlich und gesellschaftlich als Lebewesen mit Rechten anerkannt werden, werden die Straßen weiterhin von „überflüssigen Seelen“ bevölkert sein.

Rumänien: Das Epizentrum der Aussetzung von Hunden und die Herausforderung des Hundebestandsmanagements 

Während der Rest Europas mit dem Problem der „Urlaubsvernachlässigung“ zu kämpfen hat, ist das Phänomen in Rumänien strukturell bedingt und wird durch das Fehlen von Massensterilisationen und eine Kultur unverantwortlichen Besitzes, insbesondere in ländlichen und stadtnahen Gebieten, begünstigt.

Ein Problem der Bildung, nicht nur der Infrastruktur.

Der Hauptunterschied zwischen Rumänien und westeuropäischen Staaten liegt nicht nur in der Anzahl der Tierheime, sondern auch in der Wahrnehmung des Tieres als „Objekt“ statt als „Familienmitglied“. In Rumänien wird das Aussetzen von Tieren oft als Notlösung für den eigenen Haushalt angesehen, nicht als Verbrechen. Solange Schulprogramme keine Module zu Empathie und Verantwortung gegenüber Lebewesen beinhalten und Kommunen die kostenlose Kastration von Haustieren in benachteiligten Gebieten nicht massiv subventionieren, wird Rumänien weiterhin ein „schwarzer Fleck“ im europäischen Tierschutz bleiben. Die Überwindung dieses Teufelskreises des Aussetzens hängt unmittelbar von der konsequenten Anwendung der Mikrochip-Gesetze und einem Wandel des kollektiven Bewusstseins ab.

Artikel verfasst von Denisa Dobrin, Schülerin.

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