28. Februar 2026 | ca. 09:30 Uhr IRST | Teheran, Iran
Am frühen Morgen des 28. Februar 2026 erwachte der Nahe Osten zu einer neuen Realität: Die USA und Israel starteten gemeinsame Luftangriffe gegen den Iran. Washington präsentierte sie als Operation „Epic Fury“, während Israel in öffentlichen Berichten andere Codenamen verwendete. Die ersten Angriffswellen zielten auf Infrastruktur und wichtige militärische Kommandozentralen. Die Botschaft war eindeutig: Dies war keine bloße „Botschaft“, sondern der Versuch, iranische Kapazitäten (Raketen, Kommandozentralen und – laut Angaben der Angreifer – Nuklearkapazitäten) zu zerstören. Innerhalb weniger Stunden verkündeten iranische Staatsmedien das Ereignis, das die ersten 24 Stunden politisch besiegelte: den Tod des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei bei einem Angriff, der dem Beginn der Operation zugeschrieben wurde.
Es besteht kein Zweifel, dass der Angriff Israels und der USA auf den Iran einem zentralen politischen Ziel dient: die Schwächung des Regimes – und im ambitioniertesten Szenario dessen Sturz. Die beiden Verbündeten scheinen zu dem Schluss gekommen zu sein, dass die aktuelle Situation ein seltenes „Zeitfenster“ darstellt: einen Moment, in dem sie versuchen können, sich eines Gegners zu entledigen, der sich über Jahrzehnte als widerstandsfähig, anpassungsfähig und strategisch äußerst kostspielig erwiesen hat. Ihre Grundannahme scheint zu sein, dass der Iran unter Druck hinsichtlich seiner Fähigkeiten und seines Prestiges besiegt wird: dass er seine Fähigkeit verliert, sich regional durchzusetzen, abzuschrecken und zu koordinieren – und dass dieser Verlust als Katalysator für die innenpolitische Erosion und letztlich für den Zusammenbruch des gegenwärtigen Machtsystems wirkt. Selbst die Aussicht auf ein anhaltendes Chaos im Land scheint sie nicht abzuschrecken; im Gegenteil, sie wird als verkraftbarer Preis oder gar als günstigere Entwicklung angesehen als der Erhalt einer Islamischen Republik, die weiterhin als organisierter, geschlossener Widerstandspol gegen ihre Interessen fungiert.
