Haben Sie etwas zu dieser Geschichte beizutragen? Haben Sie Ideen für Interviews oder Blickwinkel, die wir untersuchen sollten? Lassen Sie uns wissen, ob Sie eine Fortsetzung oder einen Kontrapunkt schreiben oder eine ähnliche Geschichte erzählen möchten.
In dieser Folge beleuchten wir mit Aggelos Mouzakitis, Growth Product Manager bei IBM und ausgebildeter Psychotherapeut, die „unsichtbare“ Seite des beruflichen Erfolgs. Das Gespräch, das während der How to Web 2025-Konferenz aufgezeichnet wurde, schlägt eine Brücke zwischen technischem Fachwissen und menschlicher Psychologie und bietet einen unverblümten Einblick in die Voraussetzungen für eine nachhaltige Karriere in der heutigen schnelllebigen Technologiebranche. Für junge Berufseinsteiger bietet Aggelos eine einzigartige Perspektive darauf, warum technische Fähigkeiten nur die halbe Miete sind und wie das Verständnis der menschlichen Natur der Schlüssel zu langfristigem Erfolg in jedem Berufsfeld ist.
Aggelos betont, dass Wachstumstaktiken und Produktstrategien zwar online leicht zugänglich sind, die „unsichtbaren“ 50 % eines Jobs – Führung, Teamdynamik ohne formale Autorität und Umgang mit internen Machtkämpfen – aber letztendlich darüber entscheiden, ob eine Karriere erfolgreich ist oder im Burnout endet. Dies ist eine wichtige Lektion für die jüngere Generation, die sich oft stark auf Fachkompetenzen konzentriert und dabei die emotionale Intelligenz vernachlässigt, die in stressigen Umgebungen unerlässlich ist. Durch die Beherrschung dieser zwischenmenschlichen Fähigkeiten können sich junge Arbeitnehmer vor emotionaler Erschöpfung und dem Phänomen des „stillen Ausscheidens“ schützen und so sicherstellen, dass sie engagiert und effektiv in ihren Aufgaben bleiben.
Die Diskussion beleuchtet auch die Bedeutung von Authentizität und Selbstwahrnehmung. Trotz seines Hintergrunds als Psychotherapeut gibt Aggelos zu, dass er dieselben Unvollkommenheiten und emotionalen Probleme hat wie jeder andere. Er argumentiert, dass Erfolg eher durch die Analyse dieser Schwächen als durch deren Verbergen entsteht. Diese psychologische Perspektive wendet er anhand seiner „Käsekuchentheorie“ auf das Produktmanagement an und erklärt, dass menschliche Motivation in bestimmten Phasen verläuft. Für junge Unternehmer und Kreative unterstreicht dies die Notwendigkeit, grundlegende menschliche Psychologie zu verstehen, um ihre Produkte in einer Welt zu differenzieren, in der Konsumenten zunehmend „bequem“ oder von der Auswahl überfordert sind.
Ein wesentlicher Teil des Interviews widmet sich der kulturellen Wahrnehmung von Scheitern, das in Ländern wie Rumänien und Griechenland oft als beschämend gilt. Aggelos stellt diese Denkweise infrage, indem er argumentiert, dass Scheitern das obligatorische „Flugticket“ sei, das man kaufen müsse, um das Ziel des Erfolgs zu erreichen.
Für junge Menschen, die oft von der Angst vor Fehlern gelähmt sind, ist seine Botschaft klar: Experimentieren bedeutet, in neun von zehn Projekten zu scheitern, um das eine erfolgreiche zu finden. Diesen Prozess zu normalisieren ist unerlässlich, um die nötige Selbstsicherheit und Resilienz aufzubauen, die man braucht, um sich auf einem wettbewerbsintensiven globalen Markt zu behaupten.
Schließlich thematisiert das Gespräch die wachsende Besorgnis um Künstliche Intelligenz. Aggelos räumt ein, dass Angst zwar eine natürliche Reaktion auf einen so massiven industriellen Wandel ist, Panik aber kontraproduktiv wirkt. Er verweist auf einen grundlegenden Wandel in der Branche: Produkte herzustellen ist zwar einfach geworden, deren Verkauf jedoch unglaublich schwierig. Er rät jungen Menschen, sich KI durch kontinuierliche Weiterbildung anzueignen. Indem sie neugierig bleiben und den Bezug zum Leben jenseits der Technologie nicht verlieren, kann sich die nächste Generation an einen gesättigten Markt anpassen und sich auf eine Zukunft vorbereiten, die sich noch im Entstehen befindet.
Dieser englischsprachige Podcast ist Teil von PulseZ. #PulseZ
