Mehr als acht Monate sind vergangen, seit Rumänien in Praid, im Herzen von Harghita, eine Katastrophe erlebte. Seit Mai letzten Jahres herrscht dort scheinbar ununterbrochen Alarmbereitschaft. Das Salzbergwerk Praid wurde überflutet, nachdem der Pegel des Corund-Bachs plötzlich angestiegen war. Schon damals berichtete die Presse, dass das gesamte Wasser in eine der wichtigsten Touristenattraktionen des Landes floss. Kurz nach diesem Vorfall wurden sowohl der Tourismus als auch die Produktion im Salzbergwerk eingestellt.
Infolgedessen verlor Rumänien die Kontrolle, und Behörden und Organisationen gerieten in Sorge. Wir sprachen mit mehreren Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen, um herauszufinden, wie sie die Zeit der Überflutung des Salzbergwerks Praid bewältigten, welche Lösungsansätze sie zur Behebung des Problems vorschlagen und wie sich mögliche Zwischenfälle durch Sensibilisierung für die Problematik des Klimawandels verhindern lassen.
„Nur 4 % der Rumänen betrachten den Klimawandel als nationale Priorität. Das Bewusstsein für die Auswirkungen auf Landwirtschaft, Wasser, Wirtschaft und Gesundheit schlägt sich noch nicht in einer starken Forderung nach Klimaschutzmaßnahmen nieder“, sagte Dragoș Tuță, Präsident und Gründer der Nachhaltigkeitsbotschaft in Rumänien. „In einer demokratischen Gesellschaft sollten die Bürgerinnen und Bürger in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft Botschaften an die politischen Entscheidungsträger übermitteln.“
Um Klimarisiken zu reduzieren, sind politische Maßnahmen notwendig, aber es bedarf auch der Beteiligung aller, um gefährdete Gemeinschaften zu schützen und durch für die breite Öffentlichkeit zugängliche Initiativen zum Kampf gegen den Klimawandel beizutragen.


