Bericht aus Brüssel 

Autoren: Maria Carmen Massobele Valcarcel (YMCA Spanien), Anthony Hernández (YMCA Spanien), Fatima Ahmad Asaf (GA Last Day).

Herausgeber: Venelin Dobrev.

Im Rahmen ihrer Arbeit mit jungen Menschen führen Organisationen wie YMCA Spanien und GA Last Day regelmäßig Gespräche über Online-Verhalten, digitale Sicherheit und psychisches Wohlbefinden. Bei der Veranstaltung Pulse-Z in Brüssel Anfang November fand eine Diskussion zwischen Vertretern beider Organisationen statt. Sie sprachen mit den Teilnehmenden darüber, wie Minderjährige soziale Medien nutzen, wie Familien Grenzen setzen und wie sich die ständige Online-Präsenz auf die psychische Gesundheit und die alltägliche Kommunikation auswirkt.

Die Diskussion wurde von drei Jugendbetreuern geleitet: Maria und Anthony vom YMCA Spanien sowie Fatima von GA Last Day. Sie sprachen mit den Teilnehmenden über die Nutzung sozialer Medien, die Aufsicht über Minderjährige und die Auswirkungen des Online-Lebens auf die psychische Gesundheit und die Kommunikation in der Familie. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Punkte ihrer Gespräche.

Überwachung und Festlegung von Grenzen

Eines der ersten Themen in den Gesprächen betraf die Aufsicht. Auf die Frage, ob sie die von Minderjährigen online konsumierten Inhalte überwachen, fiel die Antwort eindeutig und positiv aus. Als Grund wurde nicht nur die Sicherheit, sondern auch ein ausgewogenes Verhältnis der Inhalte genannt.

„Es ist sinnvoll, im Auge zu behalten, welche Inhalte Minderjährige konsumieren und wie viel Zeit sie mit ihren Handys verbringen“, erklärten die Teilnehmer. „Sie können nicht einfach machen, was sie wollen.“

Bei Aufsicht ist weniger Kontrolle als vielmehr Anleitung gemeint, die darauf abzielt, übermäßigen Gebrauch zu verhindern und jungen Menschen dabei zu helfen, ihre Online-Gewohnheiten zu regulieren.

Die Fragen zur Aufsicht führten zwangsläufig zum Thema Altersgrenzen. Wann ist der richtige Zeitpunkt für Kinder, soziale Medien zu nutzen? Ein Befragter nannte die frühe Adoleszenz, da Kinder in dieser Zeit beginnen, Verantwortung zu übernehmen. Sie wissen besser, was sie dürfen und was nicht. Die Diskussionen zeigten jedoch, dass es letztendlich darauf ankommt, ob junge Menschen bereit sind, mit den Risiken sozialer Medien umzugehen.

Wie soziale Medien das Denken von Kindern prägen

Soziale Medien beeinflussen unser Denken. Das ist allgegenwärtig: in der Wirtschaft, in der Mode, in der Kommunikation. Sie prägen unser Weltbild und beeinflussen maßgeblich unsere psychische Gesundheit und den Vergleich mit anderen. Soziale Medien erweitern diesen Kreis weit über unsere Verarbeitungsmöglichkeiten hinaus. Problematisch ist nicht nur, was geteilt wird, sondern auch das Ausmaß und die Häufigkeit des Konsums. Diese können sich negativ auf Minderjährige auswirken, da sie ihr eigenes Leben mit dem scheinbar perfekten Leben anderer online vergleichen.

Online-Sicherheit

Wie schützt man sich vor Gefahren im Internet? Halten Sie Ihre Konten privat. Setzen Sie sich Grenzen. Sie müssen nicht jeden an Ihrem Privatleben teilhaben lassen. Manche Dinge müssen privat bleiben. Die Reduzierung der Datenflut ist der erste Schritt, bevor man sich mit komplexeren Tools beschäftigt.

Gestalten Sie das Gespräch

Haben Sie etwas zu dieser Geschichte beizutragen? Haben Sie Ideen für Interviews oder Blickwinkel, die wir untersuchen sollten? Lassen Sie uns wissen, ob Sie eine Fortsetzung oder einen Kontrapunkt schreiben oder eine ähnliche Geschichte erzählen möchten.