Artikel von Annalisa Girardi

Luftverschmutzung stellt das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Europa dar. Die Europäische Umweltagentur bekräftigte dies kürzlich und wies darauf hin, dass übermäßige Belastung – über den von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwerten – durch Feinstaub sowie übermäßig hohe Ozon- und Stickstoffdioxidwerte in den letzten Jahren Zehntausende vorzeitige Todesfälle verursacht hat. Diese Schadstoffe stehen im Zusammenhang mit Asthma und anderen Atemwegserkrankungen sowie Herzkrankheiten und Herzinfarkten.

Es handelt sich nicht nur um ein Gesundheitsproblem. Die Europäische Umweltagentur weist zudem darauf hin, dass Luftverschmutzung auch schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben kann, angesichts der steigenden Gesundheitskosten und der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Der in diesem Jahr von der Agentur veröffentlichte Bericht hebt die Verbesserungen der Luftqualität hervor. Mehrere Messstationen verzeichnen Werte, die den von der Europäischen Union festgelegten Parametern entsprechen. Dennoch sind wir in weiten Teilen Europas noch weit von der Erreichung der Ziele entfernt. Obwohl die PM10- und PM2-Werte in den letzten zehn Jahren tatsächlich gesunken sind, hat die Luftverschmutzung weiterhin erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

Die Europäische Union hat neue Standards bis 2030 festgelegt. Um diese zu erreichen, sind weitere Maßnahmen zur wirksamen Bekämpfung der Luftverschmutzung unerlässlich. Die Schadstoffpartikel in der Luft stammen typischerweise aus fossilen Brennstoffen. Daher fördert die Europäische Union die Elektromobilität. Sie unterstützt außerdem die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Städten, wo die Schadstoffbelastung aufgrund des Verkehrs oft sehr hoch ist. Die Luftreinhalterichtlinie trat im Dezember 2024 in Kraft – ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der Luftverschmutzung – und zielt darauf ab, bis zum 1. Januar 2030 ambitionierte Ziele zu erreichen. Kurz gesagt: Die Richtung ist vorgegeben. Doch es bleibt noch ein langer Weg.

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