In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Forscher, dass die aktuellen Bemühungen bei Weitem nicht ausreichen. „Aufgrund unzureichender Emissionsreduktionen werden selbst die ambitioniertesten Szenarien die Temperaturen vorübergehend über 1,5 °C ansteigen lassen“, warnten sie. Sie hoben zudem die konkreten Folgen einer Verzögerung bei der Emissionsreduzierung hervor:
„Alle fünf Jahre ohne signifikante CO₂-Reduzierung erhöht dies die globalen Temperaturen um etwa 0,1 °C und erfordert negative Emissionen von rund 200 GtCO₂ (Gigatonnen Kohlendioxid), um wieder auf 1,5 °C zurückzukehren.“
Die Wissenschaftler betonten, dass selbst eine geringfügige zusätzliche Erwärmung die Risiken für Ökosysteme, die öffentliche Gesundheit und die Entwicklungsperspektiven – insbesondere in Entwicklungsländern – erhöht. Sie erinnerten die Öffentlichkeit daran, dass die Auswirkungen des Klimawandels „bereits weit verbreitet sind und sich weiter verstärken werden“, und unterstrichen die Dringlichkeit von Anpassungsmaßnahmen sowie die Notwendigkeit, zusätzliche finanzielle Mittel zu mobilisieren.
