Drei rumänische Filme wurden in einem lernorientierten Kontext präsentiert, der Dialog und kritisches Denken anstelle passiven Konsums fördern sollte. Gezeigt wurden drei international prämierte Filme:
- Metronom , unter der Regie von Alexandru Belc – eine Erkundung der Adoleszenz unter dem Kommunismus der 1970er Jahre;
- Libertate , unter der Regie von Tudor Giurgiu – eine dramatische Rekonstruktion der Ereignisse der Revolution von 1989;
- und Fotografii Însângerate , Regie Copel Moscu – ein Dokumentarfilm über das Iași-Pogrom und die Erinnerung an den Holocaust.
Metronom , unter der Regie von Alexandru Belc, erkundet das Erwachsenwerden im Rumänien der 1970er Jahre, wo persönliche Freiheit mit dem Druck eines überwachungsgetriebenen kommunistischen Systems kollidiert. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Teenagern, deren alltägliche Rebellion und Verletzlichkeit einfängt und zeigt, wie politische Kontrolle in das Privatleben eindringt.
Der Film „Libertate“ von Tudor Giurgiu beleuchtet die Tage nach der Revolution von 1989 und konzentriert sich auf die Verwirrung, die Angst und die moralische Unsicherheit, die den Zusammenbruch des Regimes prägten. Anstatt eine heroische Erzählung zu präsentieren, rekonstruiert der Film die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven und zeigt, wie Chaos und Fehlinformationen einen entscheidenden Moment der jüngeren Geschichte formten.
Die anschließenden Diskussionen mit Adrian Cioflancă, Marian Țuțui, Șerban Lazarovici und Copel Moscu wurden von Adina Popescu (Autorin und Journalistin beim Magazin Dilema ) und Corina Negrea ( Radio România Cultural ) moderiert. Anstatt eine festgelegte Interpretation der Vergangenheit zu präsentieren, legte das Projekt den Fokus auf die Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Studierenden wurden ermutigt, verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen und über das Verhältnis von historischen Fakten, Erinnerung und Erzählung nachzudenken.
„Das Screen of Memory Festival fand im November 2025 auf Initiative von Freedom House Romania statt, einer Nichtregierungsorganisation, die sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit und die Stärkung der Zivilgesellschaft einsetzt.“
Zeugenaussagen und historische Bezüge wurden sparsam eingesetzt, sodass die Bilder selbst für sich sprechen konnten.
Der Film reflektiert viel. Er verzichtet auf Dramatisierung und wahrt einen zurückhaltenden Ton, der die Beobachtung über die emotionale Manipulation stellt. Diese Distanz regt die Zuschauer zu kritischem statt reaktivem Denken an.

