Wie hat das alles angefangen?
Die Bewegung entstand, nachdem Ubisoft, ein französisches Spieleunternehmen, den Support für „The Crew“ eingestellt hatte, ein reines Online-Rennspiel, das bis zum 31. März 2024 spielbar war. The Crew erschien 2014 und hatte rund 12 Millionen Spieler. Ubisoft erklärte, weiterhin neue Inhalte und Support für The Crew 2 und das kürzlich gestartete The Crew Motorfest bereitzustellen.
Die Bewegung selbst
Die Bewegung ruft Gamer dazu auf, Petitionen zu unterzeichnen, die Entwickler dazu verpflichten sollen, auch nach dem Supportende weiterhin Spiele spielen zu können. Die Bewegung startete im Sommer 2024 und sammelte innerhalb des ersten Monats über 350.000 Unterschriften. Obwohl die Initiative anfangs viele Unterschriften erhielt, verlor sie schnell an Schwung; im Folgemonat waren es nur noch 450.000. Um die Petition dem Europäischen Parlament vorzulegen, waren eine Million Unterschriften über eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) erforderlich. Der 31. Juli, die Frist für die EBI, rückte näher. Plötzlich gewann die Bewegung an Popularität, als bekannte Persönlichkeiten wie Notch, PewDiePie und Asmongold sie unterstützten. Am 3. Juli 2025 erreichte die Petition die Marke von einer Million Unterschriften, und nicht einmal drei Wochen später waren es bereits 1,4 Millionen. Nach Ablauf der Frist begann das Prüfverfahren, das voraussichtlich etwa drei Monate dauern wird. Nach Fertigstellung wird die Petition an die Europäische Kommission übermittelt. Damit beginnt die legislative Phase, in der Kommission und Parlament über die Reaktion entscheiden müssen.
Welche Lösungsansätze gibt es?
Natürlich können Unternehmen Server nicht ewig am Laufen halten. Es gäbe aber Lösungen wie die Einführung eines Offline-Modus oder die Möglichkeit für Spieler, eigene private Server zu hosten.
Offline-Modus:
Bei Mehrspielertiteln könnten Entwickler einen Offline-Modus einführen, in dem menschliche Gegner durch KI-gesteuerte Bots ersetzt werden. Dadurch bliebe das Kern-Gameplay auch ohne zentrale Server funktionsfähig.
Spielergehostete Server:
Eine weitere Lösung wäre, Spielern das Betreiben eigener privater Server zu ermöglichen. Unternehmen könnten die notwendige Serversoftware bereitstellen, beispielsweise gegen eine einmalige Gebühr oder im Rahmen eines Lizenzmodells. Dies würde Gaming-Communities in die Lage versetzen, ihre Lieblingstitel unabhängig weiterzuführen. Auch die Entwicklung von Servern von Drittanbietern könnte diese Rolle übernehmen und so die langfristige Verfügbarkeit gewährleisten.
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