{"id":57167,"date":"2025-10-12T09:55:03","date_gmt":"2025-10-12T09:55:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pulse-z.eu\/cosa-pensano-gli-italiani-delleuropa-lultimo-sondaggio-svela-le-opinioni-sullue-2\/"},"modified":"2025-10-12T09:55:35","modified_gmt":"2025-10-12T09:55:35","slug":"was-italiener-uber-europa-denken-aktuelle-umfrage-zeigt-meinungen-zur-eu-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pulse-z.eu\/de\/was-italiener-uber-europa-denken-aktuelle-umfrage-zeigt-meinungen-zur-eu-2\/","title":{"rendered":"Was Italiener \u00fcber Europa denken: Aktuelle Umfrage zeigt Meinungen zur EU"},"content":{"rendered":"\n<p>Artikel von Francesca Moriero \u2013 Journalistin, Fanpage.it<\/p>\n<p> Wenn es um Europa geht, gehen die Meinungen oft zwischen Begeisterung und Skepsis auseinander. Doch was denken die B\u00fcrger wirklich? Um dies zu verstehen, gibt das Europ\u00e4ische Parlament jedes Jahr eine Reihe von Umfragen in Auftrag, das Eurobarometer, das <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/at-your-service\/files\/be-heard\/eurobarometer\/2025\/en-plenary-insights-april-2025.pdf.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Meinungen der B\u00fcrger der 27 Mitgliedstaaten zu Fragen rund um die Union und ihre Rolle in der Welt erfasst<\/a> . Die Winterausgabe 2025 f\u00e4ngt einen heiklen Moment ein: Zwischen internationaler Instabilit\u00e4t, Klimawandel, technologischen Herausforderungen und Wirtschaftskrisen ist die Europ\u00e4ische Union gefordert, ihre Stimme und ihre Handlungsf\u00e4higkeit zu st\u00e4rken. Doch was erwarten die Menschen? Wo sehen sie die St\u00e4rken der EU? Wo ihre Schw\u00e4chen?<\/p>\n<p> Ein Blick auf die italienischen Ergebnisse offenbart ein weit verbreitetes Gef\u00fchl: eine Mischung aus Realismus, Erwartung, aber auch Distanz. Der Vergleich mit dem europ\u00e4ischen Durchschnitt hilft nicht nur, unsere eigenen Ansichten zu verstehen, sondern auch, wie wir in den gr\u00f6\u00dferen Kontext der europ\u00e4ischen V\u00f6lker passen.<\/p>\n<h2> Die Rolle der EU in der Welt: wachsende Bedeutung, doch Italien bleibt vorsichtig<\/h2>\n<p> Auf die Frage, wie sich die Rolle der Europ\u00e4ischen Union in der Welt in den kommenden Jahren ver\u00e4ndern wird, antworten 44 % der Europ\u00e4er, sie werde \u201ewichtiger\u201c sein. Diese Ansicht wird auch in Italien geteilt (43 %), geht aber mit gr\u00f6\u00dferer Vorsicht und Unsicherheit einher: Ein betr\u00e4chtlicher Prozentsatz der Italiener (5 %) gibt an, keine Meinung zu haben, verglichen mit dem europ\u00e4ischen Durchschnitt von 3 %. Diese kleine L\u00fccke mag marginal erscheinen, deutet aber auf etwas Tieferes hin: eine emotionale Distanz oder vielleicht einen Mangel an konkreten Bezugspunkten. In Italien wird eine gewisse Trennung zwischen der Institution \u201eEuropa\u201c und dem t\u00e4glichen Leben wahrgenommen; es scheint, als ob viele B\u00fcrger Schwierigkeiten h\u00e4tten, die Rolle der EU in wichtigen internationalen Szenarien zu erkennen, oder sich zumindest nicht vollst\u00e4ndig mit ihr verbunden f\u00fchlen.<\/p>\n<h2>Verteidigung und Sicherheit: Vertrauen in die EU, aber mit Vorbehalten<\/h2>\n<p> In einer zunehmend instabilen Weltlage ist das Thema Sicherheit wieder mit Nachdruck in den Mittelpunkt der Debatte ger\u00fcckt. Und hier wird die Europ\u00e4ische Union als wichtiger Akteur wahrgenommen. 66 Prozent der Europ\u00e4er glauben, dass die EU eine grundlegende Rolle beim Schutz vor internationalen Krisen und Sicherheitsbedrohungen spielt. Auch in Italien teilen 63 Prozent der B\u00fcrger diese Ansicht. Doch auch hier wirkt die italienische Unterst\u00fctzung verhaltener, k\u00fchler. Es gibt keine klare Ablehnung, nicht einmal eine \u00fcberzeugte Bef\u00fcrwortung. Es scheint, als w\u00fcrde die Union eher als praktische Notwendigkeit denn als tiefempfundenes politisches Projekt wahrgenommen. Ein n\u00fctzlicher Schutzschirm also, aber nicht immer zuverl\u00e4ssig.<\/p>\n<h2> Worauf sollte sich die EU konzentrieren? Die Priorit\u00e4ten der Italiener und Europ\u00e4er<\/h2>\n<p> Anschlie\u00dfend wurden die Befragten gefragt, was die EU tun sollte, um ihren globalen Einfluss zu erh\u00f6hen. Die Antworten weisen eine gewisse \u00dcbereinstimmung zwischen den L\u00e4ndern auf: Wirtschaftliche und industrielle Wettbewerbsf\u00e4higkeit wird als oberste Priorit\u00e4t genannt (32 % in Italien, 34 % in Europa). In einem Kontext, in dem Gro\u00dfm\u00e4chte \u2013 China, die USA und Indien \u2013 um die wirtschaftliche F\u00fchrung wetteifern, scheint eine St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Industrie nahezu unvermeidlich. Doch neben dem Wirtschaftswachstum entstehen auch neue dringende Bed\u00fcrfnisse: In Italien beispielsweise glauben 36 % der B\u00fcrger, dass Investitionen in Verteidigung und gemeinsame Sicherheit unabdingbar sind \u2013 ein h\u00f6herer Prozentsatz als im europ\u00e4ischen Durchschnitt (31 %). Auch Energieunabh\u00e4ngigkeit wird als strategisch angesehen: 33 % der Italiener nennen sie als Priorit\u00e4t, verglichen mit 27 % der Europ\u00e4er. Das ist kein Zufall: Der Krieg in der Ukraine und die steigenden Energiekosten haben gezeigt, dass Energie nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein geopolitisches Thema ist.<\/p>\n<p> Auch die Aufmerksamkeit, die Italien der Lebensmittelsicherheit widmet (25 %), liegt \u00fcber dem europ\u00e4ischen Durchschnitt (23 %). Dies spiegelt m\u00f6glicherweise die zentrale Bedeutung der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette in unserem Land wider, aber auch ein gr\u00f6\u00dferes Interesse an der Stabilit\u00e4t und Qualit\u00e4t unserer Lebensmittelversorgung.<\/p>\n<h2>Ein st\u00e4rker vereintes Europa? Die Italiener sagen: Ja.<\/h2>\n<p> Die Idee, dass die Europ\u00e4ische Union st\u00e4rker zusammenhalten muss, findet breite Zustimmung: 89 Prozent der Europ\u00e4er und 88 Prozent der Italiener sind der Meinung, dass die Mitgliedstaaten bei der Bew\u00e4ltigung globaler Herausforderungen enger zusammenarbeiten sollten. Dies ist eines der deutlichsten und best\u00e4ndigsten Ergebnisse der Umfrage: Einheit ist also nicht nur erw\u00fcnscht, sie wird als notwendig empfunden.<\/p>\n<p> Italien sticht aber auch durch eine andere \u00dcberzeugung hervor: Um wirklich funktionieren zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigt die Union mehr Instrumente und Ressourcen. 82 Prozent der Italiener glauben dies, verglichen mit dem EU-Durchschnitt von 76 Prozent. Diese Zahl spiegelt m\u00f6glicherweise eine gewisse Frustration wider: die Vorstellung, dass Europa \u201emehr tun k\u00f6nnte\u201c, aber nicht die n\u00f6tige Macht erh\u00e4lt.<\/p>\n<h2> Die wahren Sorgen der B\u00fcrger: Inflation, Arbeit, Armut<\/h2>\n<p> Wenn wir von globalen Strategien zu den allt\u00e4glichen Bed\u00fcrfnissen \u00fcbergehen, werden die Antworten noch aufschlussreicher. Die Italiener weisen nachdr\u00fccklich auf drei Priorit\u00e4ten hin:<\/p>\n<ul>\n<li> Die gr\u00f6\u00dfte Sorge (43 %) besteht in den durch die Inflation bedingten Lebenshaltungskosten.<\/li>\n<li> Als n\u00e4chstes kommt die Arbeit, die in Italien ein weitaus besorgniserregenderes Thema ist als im europ\u00e4ischen Durchschnitt (37 % gegen\u00fcber 29 %).<\/li>\n<li> An dritter Stelle steht der Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung (31 %).<\/li>\n<\/ul>\n<p> Hier wird deutlich, dass Priorit\u00e4ten konkret, allt\u00e4glich und mit der Lebensqualit\u00e4t verkn\u00fcpft sind. Auch Themen wie Entwicklungshilfe und Geschlechtergleichstellung erfreuen sich eines gr\u00f6\u00dferen Interesses, das in Italien etwas mehr Aufmerksamkeit erh\u00e4lt als im europ\u00e4ischen Durchschnitt. <a href=\"https:\/\/www.fanpage.it\/politica\/la-prima-preoccupazione-degli-italiani-non-sono-piu-i-migranti-ma-il-costo-della-vita-il-sondaggio\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Migration hingegen widersetzt sich diesem<\/a> Trend: F\u00fcr 22 % der Europ\u00e4er hat sie Priorit\u00e4t, in Italien sind es nur 13 %. Diese Daten sollten mit Vorsicht interpretiert werden: Statt Desinteresse k\u00f6nnten sie eher auf eine Beilegung der Debatte nach Jahren vermeintlicher Notsituationen hindeuten.<\/p>\n<h2>Die pers\u00f6nliche Zukunft? Daran haben die Italiener wenig Vertrauen.<\/h2>\n<p> Und schlie\u00dflich die vielleicht bitterste Statistik: Nur 11 Prozent der Italiener glauben, dass sich ihr Lebensstandard in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren verbessern wird. Das ist einer der niedrigsten Werte in Europa: Die Mehrheit (76 Prozent) glaubt, dass sich nichts \u00e4ndern wird, w\u00e4hrend weitere 11 Prozent eine Verschlechterung erwarten. Das ist nicht unbedingt Pessimismus, sondern eher eine m\u00fcde und vielleicht desillusionierte Sichtweise. Als ob positive Ver\u00e4nderungen etwas Seltenes, fast Unwahrscheinliches w\u00e4ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikel von Francesca Moriero \u2013 Journalistin, Fanpage.it Wenn es um Europa geht, gehen die Meinungen oft zwischen Begeisterung und Skepsis auseinander. Doch was denken die B\u00fcrger wirklich? 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